Brexit – Tausende deutsche Unternehmen in Gefahr

Brexit Gefahr für ltd. mit deutscher Niederlassung

Bei der Gründung eines neuen Unternehmens haben viele Gründer in der Vergangenheit auf die kostengünstige, unbürokratische, englische Limited, kurz Ltd., zurückgegriffen. Durch den Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union wird sich dies nun rächen.

Tausende deutsche Unternehmen laufen Gefahr, in Deutschland nicht mehr erlaubt zu sein. Ein schnelles Handeln ist erforderlich, denn die Zeit drängt. Am 29.03.2019 kommen massive Probleme auf diese Unternehmer zu, die schlimmstenfalls bis zur Pleite der Firmen führen könnten.

Was ist das eine „Limited“?

Eine Limited ist eine Kapitalgesellschaft nach britischem Recht. Ähnlich wie bei der deutschen GmbH haften die Gesellschafter nicht persönlich. Das Modell fand bei Startups sehr große Nachfrage, da die Gesellschaft nicht wie hierzulande ein Mindestkapital von 25.000 Euro haben musste. Ltd. konnten schon mit 1 EUR gegründet werden – 2013 änderte die Bundesregierung das deutsche Modell und fortan konnte auch in Deutschland eine UG (haftungsbeschränkt), also eine sog. „Mini-GmbH“, mit einem Euro gegründet werden.

Privatvermögen der Unternehmer in Gefahr

Englische Limiteds werden in Deutschland wie eine OHG oder eine GbR behandelt. Wenn nun am 29. März 2019 das Vereinigte Königreich aus der Europäischen Union austritt, hat dies zur Folge, dass die Unternehmer mit ihrem Privatvermögen haften.
Unternehmer sind daher angehalten, noch vor dem Brexit die Rechtform Ihrer Gesellschaft zu ändern. Laut Munich Startup sind einige neue Formen möglich.

Möglichkeiten einer neuen Rechtsform

  1. Gründung einer deutschen UG (haftungsbeschränkt)und Liquidation der Ltd.
    Im Gegensatz zur GmbH benötigt die UG nur 1 Euro Stammkapital bei der Gründung, vergleichbar mit der Limited, eine Verschmelzung zur Aufnahme wäre möglich.
  2. Mit einer grenzüberschreitenden „Verschmelzung“ kann das Unternehmen in eine GmbHübertreten. Das tägliche Geschäft könnte nahtlos übergehen, ist jedoch nur mit hohem finanziellen Aufwand zu bewerkstelligen.
  3. Eine internationale Möglichkeit ist die Umwandlung in eine europäische SE-Gesellschaft.Da dies eine sehr komplizierte Möglichkeit ist und alle Wirtschaftsgüter und langfristige Bezugsverträge übertragen werden müssen, ist dies ohne eine professionelle Beratung nahezu unmöglich.
  4. Eine vierte Chance für Unternehmen ist die niederländische BV. Vorteil einer BV ist, dass das geforderte Stammkapital nur 900 € beträgt.

Schnelles Handeln ist erforderlich

Es gibt bereits Referentenentwürfe, allerdings seien diese ungenügend, sagt Dirksen in der „Welt„. „Diese würden den großen Firmen wohl helfen, den kleinen – und diese machen 95 Prozent der Limiteds aus – würden die Gesetzesänderungen dagegen nichts bringen.“
Der Brexit und die damit einhergehenden Risiken für Limiteds mit tausenden Arbeitsplätzen, könnte ein großes wirtschaftliches Disaster werden.

Handeln Sie noch heute – informieren Sie sich kostenlos bei der Schalk Vermögens- und Verwaltungsgesellschaft mbH. Wir beraten Sie gerne unverbindlich zu diesem Thema und helfen Ihnen bei der richtigen Entscheidung.

Recommended Posts